Nachstar

Der Nachstar ist die häufigste "Nebenwirkung" der Grauen-Star-Operation. Er besteht aus einer dünnen Zelllage, die hinter der eingesetzten Kunstlinse wächst und zunehmend die Sehschärfe nach erfolgreicher Grauen-Star-Operation verschlechtern kann.

Ursachen

Ursächlich sind die oben erwähnten Linsenepithelzellen verantwortlich, die sich teilen und dadurch bis ins optische Zentrum der Linse vordringen können.

Begünstigende Faktoren

Vor allem das Alter (je jünger der Patient, desto stärker kann der Nachstar sein) aber auch ethnische Faktoren sowie chirurgische und Materialeinflüsse können eine unterschiedliche starke Ausprägung des Nachstars bedingen.

Behandlung

Der Nachstar wird behandelt, wenn der Patient ihn als störend empfindet oder die Sehschärfe/Kontrastwahrnehmung deutlich reduziert ist. Die Behandlung erfolgt entweder mittels Laserung (YAG-Kapsulotomie) oder chirurgisch (sog. Nachstarabsaugung). Da der Nachstar die häufigste "Nebenwirkung" der Grauen-Star-Operation" ist, sind die Behandlungskosten ein nicht unerheblicher ökonomischer Faktor. Erstrebenswert wäre für den Patienten wie für die Kassen eine Verminderung bzw. Verhinderung des Auftretens des Nachstars.

Forschungsprojekte

Wir verfügen über spezielle digitale Spaltlampenkameras, um qualitativ hochwertige und standardisierte Nachstaraufnahmen zu erhalten. Diese Bilder werden mittels eigens hierfür entwickelter Software ausgewertet. So erhalten wir Daten über den Einfluß von Linsenmaterialien und -design, sowie chirurgischer Technik auf die Nachstarausprägung.

Nachstar am unteren Rand der Kunstlinse
(für eine vergrößerte Ansicht bitte auf das Bild klicken)