CMV-/Herpes-Infektion

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Cytomegalie Infektion

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Bei congenitaler Übertragung des Cytomegalievirus kommt es meist  zu einem subklinischer Verlauf. Die Krankheit  kann bei den betroffenen Kindern von Hörstörungen bis hin zu einer geistigen Retardierung führen. Retinabeteiligung in etwa 30%.

Die erworbene Form der Cytomegalievirus Retinitis findet sich in der Regel bei immunsupprimierten  Patienten nach Therapie mit Immunsuppressiva oder bei Immundefektsyndromen (AIDS).

Die Retinitis ist durch Netzhautnekrosen, Gefäßverschlüsse und retinale Blutungen gekennzeichnet.

Die Netzhautnekrosen können ausgedehnt sein, wodurch es zu Netzhautablösungen kommen kann. Die Entzündung hinterlässt meist große Narbenareale mit Pigmentveränderungen.

Klinisches Bild: flauschige weiße retinale Herde, eventuell mit Blutungen, Netzhautnekrosen, Pigmentveränderungen in Bereichen bereits vernarbter Netzhaut.

Fluoresceinangiographie

Frühphase: Blockadephänomen im Bereich von Blutungen, sonst meist regelrechte arterielle Füllung, eventuell Gefäßunregelmäßigkeiten in vaskulitischen Bezirken.

Mittelphase: Diffuse Hyperfluoreszenzen im Bereich der veränderten Gefäße. Weiterhin diffuse Leckagen im Bereich der Infiltrate. Hypofluoreszenzen durch avaskuläre Bereiche.

Spätphase: Zunahme der Hyperfluoreszenzen durch stärker werdende Leckagen auch im Bereich der entzündlich veränderten Gefäße und eventuell auch im Bereich der Papille.

Diagnose und Behandlung

Diagnose durch klinischen Befund und Befundkonstellation der Allgemeinbefunde

Nachweis von Vaskulitis, Gefäßverschlüssen, aktiven entzündlichen Infiltraten mit der Fluoreszeinangiografie.

Therapie

Systemische Gabe von Foscarnet oder Ganciclovir, eventuell Ganciclovir  - Implantat


Herpes Infektion

Die Herpes simplex Retinitis kann ebenfalls kongenital oder später erworben sein. Die Augenbeteiligung kann zu einer Konjunktivitis, Keratitis oder Chorioretinitis führen.

Erreger ist der Herpes simplex virus Typ I oder Typ II.

Bei Netzhautbeteiligung kann eine akute Retinanekrose (ARN) auftreten.

Die akute Retinanekrose ist durch ausgedehnte Netzhautnekrosen und Gefäßobliterationen gekennzeichnet.

Fluoresceinangiographie

Fluoreszenzangiographisch lassen sich die  retinalen und choroidalen Gefäßverschlüsse, Leckagen im Bereich der entzündlich veränderten Gefäße, non Perfusionsareale sowie Hyperfluoreszenzen im Netzhautödembereich und Hypofluoreszenzen durch Blockaden bei Blutungen nachweisen.

Therapie

Systemische Gabe von Aciclovirie